Register

Mediastinitis-Register

Als bundesweites Projekt zur Verbesserung der Patientenversorgung startet am 15. Juni 2011 das Mediastinitis-Register der DGTHG. Der Hintergrund zur Etablierung dieser Datenbank ergab sich aus der Tatsache, daß die postoperative Wundheilungsstörung nach herzchirurgischen Eingriffen zwar ein seltenes Ereignis, jedoch für den Patienten von besonderer Bedeutung ist und von den behandelnden Ärzten spezielle Therapien erfordert. Ziel ist es, bundesweit alle herzchirurgischen Patienten zu erfassen, bei denen eine Wundheilungsstörung auftrat. Mit Einrichtung dieses Registers schafft die DGTHG für alle herzchirurgischen Einrichtungen in Deutschland die Möglichkeit, die Daten der betroffenen Patienten und deren Behandlung zentral zu erfassen, fundierte statistische Analysen zu ermöglichen, um weitere differenzierte Behandlungsstrategien zu entwickeln und das pärioperative Management anhand einer standardisierten "Checkliste" nachvollziehbar zu erfassen.

Den Zugang zum Mediastinitis-Register finden Sie hier...

Ferner wurde bereits in einer gemeinsamen Aktion von DGTHG, NRZ und BQS eine "Checkliste“ mit einigen Empfehlungen zur Prävention von Wundheilungsstörungen zusammengestellt.


Deutsches Register für akute Aortendissektion Typ A
GERMAN REGISTRY FOR ACUTE AORTIC DISSECTION TYPE A (GERAADA)

Das GERAADA wurde im Juli 2006 gestartet. Dieses web-basierte Register wurde entwickelt, um Daten von Patienten zu erfassen, die wegen einer akuten Aortendissektion Typ A (AADA) operiert wurden. Ziel war es, aus den analysierten Daten zu lernen, wie man die chirurgische Behandlung verbessern könnte und welche Parameter das Outcome möglicherweise beeinflussen. Mittlerweile nehmen 50 deutschsprachige Herzzentren an GERAADA teil. Der prä- und intraoperative Status der Patienten, postoperative Komplikationen, mittelfristige Ergebnisse und Todesursachen werden erfasst. Nach Auswertung der anonymisierten Daten durch das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) in Mainz konnten 2009 erste Publikationen mit Zwischenergebnissen veröffentlicht werden.

Den Zugang zum GERAADA finden Sie hier...


Aortenklappen

Deutsches Aortenklappenregister
German Aortic Valve Registry

Als international einzigartiges Projekt zur Verbesserung der Patientensicherheit startete am 1. Juli das Deutsche Aortenklappenregister. Es entstand auf gemeinsame Initiative der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). In dem Register werden systematisch und bundesweit Langzeitdaten zum operativen Aortenklappenersatz und zur kathetergestützten Aortenklappenimplantation erhoben und wissenschaftlich ausgewertet. Ziel des Registers ist es, jedem Patienten die für ihn geeignete Therapie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse empfehlen zu können.

Den Zugang zum Deutschen Aortenklappenregister finden Sie hier...


cabacs

CABACS Studie

Die „Coronary Artery Bypass graft surgery in patients with Asymptomatic Carotid Stenosis“ (CABACS) Studie ist die weltweit erste prospektiv randomisierte klinische Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit der isolierten koronaren Bypass-Operation gegenüber der Bypass-Operation mit simultaner Carotisendarterektomie bei Patienten mit asymptomatischer hochgradiger Carotisstenose vergleicht.

In Deutschland werden jährlich etwa 55.000 koronare Bypass-Operationen durchgeführt. Bei Patienten ohne Carotisstenose liegt das perioperative Risiko für einen Schlaganfall oder Tod bei 2-3%. Bei etwa 6-8% der zur Bypass-Operation geplanten Patienten besteht gleichzeitig eine >50%  asymptomatische Carotisstenose, was das Schlaganfallrisiko während oder nach der Operation erhöht.

Die Behandlung solcher Patienten wird sehr variabel gehandhabt. Bis heute gibt es keine systematische Evidenz dafür, dass die sequentielle oder simultane Carotisrevaskularisation, egal ob in Form von Carotisendarterektomie oder Carotisangioplastie und Stentimplantation, in Kombination mit der koronaren Bypass-Operation einen Vorteil bietet gegenüber der isolierten Bypass-Operation ohne Carotisintervention.

Der erste Patient wurde im Dezember 2010 eingeschlossen. Mittlerweile nehmen mehr als 30 herz- und gefäßchirurgische Zentren an der Studie teil. Die CABACS Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert und vom Vorstand der DGTHG unterstützt.

Weitere Infos finden Sie unter www.cabacs.de oder www.controlled-trials.com