Ernst-Derra-Preis


Ernst Derra
(*1901 - †1979)

Ernst Derra war einer der Pioniere der Herzchirurgie.
1901 in Passau als Sohn eines Bildhauers geboren und dort aufgewachsen, studierte er nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium Medizin in München, Heidelberg und Wien. Er promovierte 1927 bei Morawitz an der Med. Universitätsklinik Leipzig. Nach Assistenten- jahren bei Morawitz sowie an der Chirurg. Universitätsklinik Bonn bei von Redwitz habilitierte er sich und wurde Oberarzt. Von 1946 bis 1970 war er Professor für Chirurgie und Direktor der Chirurgischen Klinik Düsseldorf. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Chirurgie des Brustraums, sowohl der Lunge, des Herzens und der großen Gefäße.
Besonders hervorzuheben sind die Beiträge zur Entwicklung der „Offenen Herzchirurgie“. 1955 führte er in Düsseldorf die erste erfolgreiche Operation in  Oberflächen-Hypothermie in Europa durch. 1959 folgte die Anwendung der Herz-Lungen-Maschine
Derra war Mitglied, Präsident und Ehrenmitglied diverser nationaler und internationaler Fachgesellschaften.
Nachdrücklich befürwortete er die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, zu deren Ehrenmitglied er gewählt wurde.


Die DGTHG vergibt jährlich den

Ernst-Derra-Preis

für

eine herausragende wissenschaftliche Arbeit aus dem Fachgebiet
der Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie.


Wissenschaftliche Arbeit    
Eine publizierte Promotions-, Habilitations- oder Originalarbeit, letztere nicht älter als 12 Monate.

Altersbeschränkungen
keine         

Dotierung
7.500 Euro

Mitgliedschaft
Eine DGTHG-Mitgliedschaft ist wünschenswert, wird aber nicht vorausgesetzt.